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Der Weinberg
Er heißt ja nicht ohne Grund so. Steile Lagen sind das Beste, was einem Wein passieren kann. In Steillagen sind die Reben optimal zur Sonne orientiert und die Sonnenstrahlen fallen im Sommer nahezu senkrecht auf den Boden.
Das ist der Trick
Der Boden in einem steilen Weinberg kann viel mehr Sonne tanken, als einer in einer flachen Lage. Und weil das so ist, speichert der Stein ganz viel Wärme. Das führt zu einer viel höheren Summe an Wärmeenergie und damit zu einer besseren Traubenreife. Clever, was?
Steil schmeckt gut.
Und jetzt verraten wir Ihnen, was genau passiert: Jeder einzelne der dunklen Schiefersteine, in den steilen Lagen ist wie ein kleiner Akku, der sich mit Energie volllädt. So sehr, dass er noch im frühen Morgen die gespeicherte Wärme abstrahlen kann. Wer einmal nach Einbruch der Dunkelheit durch die Weinberge geht, wird das sofort merken, die Luft ist wunderbar warm, während sie am Waldrand zum Beispiel viel kühler ist.
Das Geheimnis für reife, aromatische Weine
Die Sonne allein reicht nicht aus, damit das Blattgrün sich an die Arbeit machen kann, auch die Lufttemperatur muss stimmen. Und so geht’s: Wenn die Sonne wieder aufgeht, ist die umgebende Temperatur wärmer und die Rebstöcke können früher mit der Photosynthese beginnen. Und dieser kleine, aber bedeutende Unterschied sorgt dafür, dass die Trauben schneller und sicherer ans Ziel kommen. In unseren Breiten haben die Trauben bis zu 120 Tage Zeit Aroma zu tanken. Das ist Weltrekord.
Keine Angst vorm Weinberg
Stimmt, steile Lagen sind wunderschön anzusehen. Sie prägen die Kulturlandschaft und bieten von oben aus einen herrlichen Blick ins Tal, den jeder gratis genießen darf, der sich einen Weg durch die Lagen gönnt. Aber Steillagen kosten auch viel Schweiß. Schnippschnapp – Traube ab: Durch das Wegschneiden von überzähligen, grünen Trauben reduzieren wir den Ertrag – und der Rebstock kann Energie und Aromen auf viel weniger Früchte konzentrieren. Und auch die Handlese, bei der jede einzelne Traube einer Qualitätskontrolle unterzogen wird, lassen wir uns etwas kosten. Im Weinberg sind für die optimale Selektion bis zu drei Lesedurchgänge nötig. Der höhere Aufwand an Handarbeit spiegelt sich zwar im Preis wieder – dafür aber um ein Mehrfaches auch im Geschmack!
Nach oben führt nur ein Weg: bergauf.
Weine aus Steillagen schmecken besser, denn unreife und faule Trauben werden gewissenhaft aussortiert. So entsteht Konzentration von perfekten Reifearomen. Und jede Menge an Individualität: Echte Charakterköpfe, eben, die uns dem Mythos Wein ein gehöriges Stückchen näher bringen. Schmeckt gut, finden wir. Und Sie?
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